International Camping Etruria
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Piombino
Entfernung vom Campingplatz Etruria - 35Km
Die meisten Reisenden haben nur ein Ziel: den Fährhafen, von dem fast stündlich Schiffe nach Elba ablegen. Da der Weg zum Hafen von nicht enden wollenden Industrieanlagen gesäumt wird, hat Piombino ein denkbar schlechtes Image. Wer die Stadt in besserer Erinnerung halten will, sollte vor dem Trip nach Elba einen Blick auf die in den letzten Jahren renovierte Altstadt werfen.
Die Stadt liegt am Südende einer hügeligen Halbinsel, die erst durch Ablagerungen des Flusses Corina mit dem Festland verbunden wurde. Auch heute noch findet man hinter diesem Vorgebirge eine sumpfige Ebene, die einst Leonardo da Vinci zu Plänen für Entwässerungsanlagen inspirierte. Eisen hat Tradition in Piombino.
Am Falesia-Hafen, dem Vorgänger des heutigen Handels- und Industriehafens, verarbeiteten schon die Römer das Eisenerz Elbas. Ende des 16. Jh. wurde Piombino Fürstentum. Im ausgehenden 18. Jh. siedelten sich hier Kleinbetriebe an, die Industrielle Revolution brachte dann die Großanlagen, die der Stadt im Zweiten Weltkrieg die weitgehende Zerstörung bescherten. Erhalten blieb allerdings die pittoreske Altstadt auf einem Plateau, das zum Meer hin abfällt. Hier wurden sogar Szenen für einen großen Napoleonfilm gedreht. An der Piazza Giovanni Bovio, auf einer kleinen Landzunge hoch über dem Fischerhafen gelegen, trifft man sich zum Flanieren.
Vom Aussichtspunkt Rocchetta in exponierter Lage genießt man eine wundervolle Aussicht über das Meer – die Silhouette Elbas ist zum Greifen nah.. Knapp oberhalb der Piazza steht der Palazzo Comunale . Das Gebäude datiert aus dem 15. Jh. und wurde 1932-35 zum letzten Mal restauriert.
Unweit davon findet man die Kirche Sant’Antimo . Sie wurde 1377 erbaut und derart oft umgestaltet, dass vom Originalbau nur noch der Spitzbogen an der Fassade erhalten ist. Der Innenraum, der in zwei ungleiche Schiffe unterteilt ist, beherbergt zwei Gräber aus dem 14. und 15. Jh. Vom Palazzo Comunale führt die Hauptgasse, der Corso Vittorio Emanuele II, zum Torrione, einem wuchtigen Befestigungsturm aus pisanischer Zeit. Dahinter beginnt das moderne Piombino.
Reizvoll zum Baden und unerwartet schön ist die kleine Bucht Calamoresca . Ein Trekkingpfad führt teilweise an der Küste entlang nach Populonia (Parken beim Fußballplatz, der Straße Salivoli folgend).




